Prinzipiell gibt es zwei Arten ISDN-Verbindungen manuell zu steuern. Es gibt einmal den
Befehl isdnctrl mit dem durch 'isdnctrl dial ippp?' eine Verbindung aufbauen kann
und mit 'isdnctrl hangup ippp?' wieder auflegen kann. Bei dieser Methode bleibt
jedoch der automatische Verbindungsaufbau aktiv. Um das DialOnDemand zu Umgehen kann
man auch mit dem Befehl '/sbin/init.d/i4l start ippp?' das ISDN-Device starten und
mit '/sbin/init.d/i4l stop ippp?' wieder anhalten. Dadurch kann ein automatischer
Verbindungsaufbau nicht mehr stattfinden.
Der Nachteil beider Methoden ist, dass man mit einem Benutzer mit root Rechten angemeldet sein muß. Dies kann man umgehen, indem man eine Benutzergruppe anlegt, die das Recht haben soll ISDN-Verbindungen aufzubauen, als Beispiel nennen wir die Gruppe mal 'dialout'. Da nur root User Zugriff auf das Verzeichnis /sbin haben, kopiert man den Befehl isdnctrl, der meistens dort zu finden ist, in das Verzeichnis /bin und gibt danach die zwei Befehle 'chgrp dialout /bin/isdnctrl' und 'chmod 0750 /bin/isdnctrl' ein. Dann wechselt man in das Verzeichnis /dev dort gibt man nacheinander folgende Befehle ein: 'chgrp dialout isdnct*', 'chgrp dialout isdnin*', 'chmod 0660 isdnct*' und 'chmod 0666 isdnin*'. Diese Methode funktioniert zwar mit dem isdnctrl Befehl, aber in den neuen Versionen von isdn4linux - i4l gibt es die Befehlserweiterung 'isdnctrl dialmode manual ippp?' mit der man den automatischen Verbindungsaufbau ebenfalls unterdrücken kann.
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