Oft kommte es vor, dass man nachdem man die Verbindung zum Internet hergestellt hat, diese auch von anderen Computern im Netzwerk aus benutzen will. Linux bietet hierfür mehrere Möglichkeiten, damit man mit einer dynamisch zugewiesenen IP-Adresse vom Provider auch von anderen Rechnern im Netzwerk benutzt werden kann.
Für die folgenden Erklärungen, ist es nun Vorraussetzung, dass mit Linux eine Verbindung zum Internet hergestellt werden kann und diese tadellos funktioniert.
Lösung mit einem Proxy:
Die einfachste Art die Verbindung jetzt mit anderen Rechnern zu teilen, ist nun der
Einsatz eines Proxy-Paketes wie z.B. Squid
oder Junkbuster. Das Prinzip von einem
Proxy ist sehr einfach. Der Browser stellt seine Anfrage an den Proxy und dieser holt sich
die entsprechende Seite aus dem Internet und schickt eine Kopie zurück an den Browser.
Wenn man nun einen solchen Proxy installiert hat, sollte noch die Konfiguration kontrolliert
werden und gegebenfalls angepasst werden. Achten sollte man hierbei z. B. auf den Proxy Port,
der in der Regel auf 3128 oder 8080 voreingestellt ist. Dies sind gängige Werte für
Proxys, nicht zu empfehlen ist der Port 80, weil der mit einem installierten Webserver wie der
Apache kollidiert. Ausserdem muss man diesen
Wert später beim einstellen des Browsers wissen. Auch sollte der maximal verwendbare
Festplatten Cache zum Zwischenspeichern der HTML Seiten kontrolliert werden und eventuelle
Sicherheitseinstellungen beachtet werden, das es den Clients auch möglich ist den Proxy
zu benutzen. Jetzt kann der Proxy gestartet werden und die Browser der anderen Rechner
können eingestellt werden.
An den Client-Computern in den Einstellungen des verwendeten
Browsers muss man nun als Proxy bei allen Diensten (HTML, FTP, SECURE...) die IP des Linux
Rechners und den Port den man in der Konfiguration des Proxys angegeben hat eingeben.
Dies ist nun eine recht einfache und sichere Methode mehrere Rechner gleichzeitig mit dem
Internet zu verbinden. Der Nachteil dieser Lösung ist einfach, dass eigentlich nur
die Dienste HTML und FTP benutzt werden können oder andere Programme, die die Eingabe
eines Proxys erlauben. Dienste wie Mail oder ICQ sind damit von den Client Rechnern aus nicht oder nur
über Umwege möglich.
Ipchains (Kernel V2.2) | |
|---|---|
| ipchains -N user_msq | Anlegen einer Kette mit dem Namen user_msg |
| ipchains -A user_msq -s 0/0 -d 0/0 -j MASQ | Definition der alle Quell-Adressen abgehend zu allen Ziel-Adressen masquerieren |
| ipchains -A forward -s 10.11.87.0/24 -d 0/0 -i ippp0 -j user_msq | Netzwerk 10.11.87.1 bis 10.11.87.255 abgehend nach allen Ziel-Adressen(0/0) auf Gerät ippp0 masquerieren |
Iptables (Kernel V2.4) | |
| iptables -t nat -A POSTROUTING -p all -s 10.11.87.0/24 -o ippp0 -j MASQUERADE | Alle Pakete aus dem Netz 10.11.87.0/24, die über das Gerät ippp0 ausgehend verschickt werden, werden masqueriert |
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