Die Namensauflösung mit DNS zeichnet sich durch eine gute Geschwindigkeit und eine verhältnismässige hohe flexibilität aus. So ist es zum Beispiel wie im Internet möglich DNS Server auf der ganzen Welt zu verteilen und an jedem Punkt der Erde nahzu gleich schnell eine Information zu erhalten. Die qualität der Informationen wird dadurch gesichert, indem die DNS Server selbstständig miteinander kommunizieren können. Betrachten wir zunächst die Einrichtung einer Forward Zone (DNS-Name in IP Adresse umsetzen) auf einem DNS Server.
Eine Forward Zone setzt DNS Namen in IP Adressen um. Der Name der Zone ist der Name
der Domain die verwaltet werden soll.
Dazu wird als erstes ein SOA Eintrag (Start Of Authority) gesetzt. Dieser Eintrag
bestimmt den primeren DNS Server der Zone und enthält den Namen den des DNS Server,
die E-Mail Adresse des Verantwortlichen, die Seriennummer der Zone und die
Gültigkeitsdauer (meist in Sekunden) der Zonen Einträge in der Reihenfolge
Aktualisierungsintervall, Wiederholungsintervall, Verfallszeit und minimum TTL (Time To Live).
Danach kommen die NS (Name Server) Einträge für den primären und die
sekundäre DNS Server. Diese enthalten die DNS Namen der DNS Server die für die
Zone zuständig sind.
Nun können die ganzen A (Address) Einträge für die DNS Server und die
anderen Rechner der Zone angegeben werden. Hier wird immer ein Rechner-Name einer IP Adresse
zugeordnet.
Es können auch noch MX (Mail eXchanger) Einträge gesetzt werden. Diese bestimmen
die DNS Namen der Mail Server in der Zone mit Angabe der Priorität (niedrigste = erster Server).
Ausser dem sind auch Alias Namen durch CNAME (Canonical Name) Einträge möglich.
Beispiel domain.zon:
@ SOA dns.domain.zon. webmaster.domain.zon. ( 1999071710 10800 3600 604800 86400 )
| NS | dns.domain.zon. | |
| NS | dns.sekdomain.zon. | |
| MX | 5 mail.domain.zon. | |
| dns | A | 10.10.10.2 |
| post | CNAME | mail.domain.zon. |
| client1 | A | 10.10.10.3 |
| client2 | A | 10.10.10.25 |
| client10 | A | 10.10.10.103 |
!!! Bitte beachten: komplette DNS Namen (Host und Domain) werden mit einem Punkt '.' abgeschlossen.
Es gibt jetzt aber auch die Möglichkeit IP Adressen in DNS Namen zu wandeln, diese Art von Zonen nennt man Reverse Resolve Zonen oder RR Zonen.| NS | dns.domain.zon. | |
| 2 | PTR | dns.domain.zon. |
| 3 | PTR | client1.domain.zon. |
| 25 | PTR | client2.domain.zon. |
| 103 | PTR | client3.domain.zon. |
Mit diesen beiden Zonen kann man jetzt also einen lokalen DNS Server betreiben, was jetzt in Hinsicht auf das Internet fehlt ist eine spezielle Zone mit dem Namen 'root.hint'.
Noch ein paar Tips zu DNS in Windows Netzwerken. Um DNS in Windows Netzwerken effektiv zu nutzen sollte man im TCP/IP Protokoll die Windows-Namens-Auflösung mit DNS aktivieren, den DNS Server eintragen, den Hostname und die Domain angeben und dann noch die Suchreihenfolge auf die Zone setzen. Wenn dann die Server und die Clients in der Zone eingetragen sind hat man eine relativ schnelle und sichere Namensauflösung.
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