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Linux: Samba - Linux im Windows Netzwerk
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Geschrieben von Steines auf Sunday, 13.January. @ 21:10:25 CET
von Steines
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Zwei Welten treffen aufeinander, Linux und Windows. Beide System haben kaum Schnittstellen zueinander, will man jetzt jedoch von Netzwerk aus auf Dateien des Linux Rechners zugreifen, kann man allerdings mit der Software Samba Linux dazu überreden sich in das Windows Netzwerk zu integrieren.
Wie wird allerdings Samba konfiguriert damit Windows-Clients auch auf Freigaben zugreifen können?
Damit Samba auch seinen Dienst erledigen kann, beginnt der erste Schritt nicht mit der Installation der Software. Zunächst muss das System für das SMB-Netzwerkprotokoll vorbereitet werden mit dem sich Windows Rechner im Netz unterhalten. Das SMB-Protokoll ist schon seit längerem in den Kernel integriert und bei den gängigen standart Distributionen bereits zumindest als Modul vorkompiliert, so das man nur bei einem selbst kompilierten Kernel kontrollieren sollte, ob man dieses Netzwerkprotokoll mit kompilieren hat lassen.
Wenn diese Vorkehrungen getroffen wurde kann man Samba installieren und beginnen die Software zu konfigurieren. Die Konfiguration wird in der Datei smb.conf welche in der Regel je nach Installation in den Verzeichnissen /etc oder /usr/local/etc zu finden ist. In dieser Datei findet man zunächst die Sektion [global] in der grundsätzliche Einstellungen für den Samba Server getroffen werden. Einige Optionen in dieser Sektion dienen mehr zum Abstimmen der Performance und der Sicherheit, hier möchte ich nur einmal die wichtigsten die für die grundsätzliche funktionalität des Servers entscheidend sind nennen.
workgroup = ARBEITSGRUPPE # Arbeitsgruppe oder Domäne
netbios name = LINUX # Rechnername im Windowsnetz
Die Option workgroup legt die Windowsarbeitsgruppe fest und sollte mit der Arbeitsgruppe auf den anderen Windows Rechnern übereinstimmen. Im Falle einer Windows NT/2000 Domäne wird bei workgroup der Name der Domäne eingetragen. Der netbios name ist dann der Name des Rechners unter dem Samba im Netzwerk erreichbar ist.
security = SHARE # Zugriff auf Freigaben (SHARE,USER,SERVER,DOMAIN)
encrypt passwords = Yes # Passwörter verschlüsset übermitteln
Mit der Einstellung security wird festgelegt wie auf die Samba-Freigaben zugegriffen werden kann. Die einfachste Methode ist SHARE. Bei dieser Einstellung wird nur für jede Freigabe ein Passwort benötigt um darauf zugreifen zu können.
Mit der Einstellung USER wird zusätzlich ein Benutzer abgefragt um Zugriff zu erhalten. Diese Benutzer werden mit dem Befehl smbpasswd verwaltet und wichtig ist, sie müssen sowohl mit smbpasswd für Samba als auch als Linux-Benutzer selbst angelegt sein.
Durch die Option SERVER kann man Benutzer durch einen Passwortserver, z.B. NT/2000 Domänenkontroller der mit password server= angegeben wird, bestätigen lassen. Die Benutzer müssen dann aber dennoch als Linux-Benutzer angelegt oder mit den map to guest und guest account einem Linux Benutzer zugewiesen werden. Handelt es sich bei dem Passwortserver um einen Domänenkontroller, muss der Linux Rechner noch mit smbpasswd -j DOMÄNE in die Domäne, in der zuvor ein Computerkonto dafür angelegt wurde, aufgenommen werden.
Die Option DOMAIN kann man letztendlich wie eine Erweiterung von USER oder SERVER ansehen und bringt eigentlich nur wirkliche Vorteile, wenn man den Linux als Domänenkontroller aggieren lassen möchte. Mehr darüber unter Samba PDC How-To.
Damit wären die grundsätzlichen Einstellungen für Samba abgeschlossen. Alle anderen Optionen sind normalerweise zum Testen ausreichend vorkonfiguriert und meist abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten im Netz. Diese Einstellungen sollte man jedoch nicht gänzlich ignorieren, da sie oft etwas unsicher konfiguriert sind.
Als nächstes kommen die Freigaben in der smb.conf. Jede Freigabe stellt eine neue Sektion in der Datei dar, z.B.:
[ftpdir]
path = /usr/local/ftp
writeable = Yes
create mask = 0664
directory mask = 0775
browseable = Yes
follow symlinks = Yes
Mit diesem Eintrag wird das Verzeichnis /usr/local/ftp für Windows-Clients freigegeben und erscheint durch browseable = Yes auch in der Liste wenn man den Computer in der Netzwerkumgebung öffnet. Durch writeable = Yes wird das Schreiben in unter dieser Freigabe erlaubt und mit create/directory mask = wird festgelegt mit welchen Linux-Rechten Dateien/Verzeichnisse angelegt werden sollen. Die Option follow symlinks = Yes erlaubt das Folgen von symbolischen Links im Linux-Dateisystem. Diese Option sollte vorsichtig eingesetzt werden, da damit einem Client Zugriff auf ein Verzeichnis gewährt werden könnte auf das er eigentlich gar keinen Zugriff haben sollte.
Auch für eine Freigabe gibt es noch wesentlich mehr Optionen um den Zugriff noch feiner zu steuern, diese würden aber den Rahmen dieses Beitrages weitaus sprengen. Hierzu sollte man einen Blick in die Manuals von Samba werfen.
Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist kann man Samba mit den Befehlen /?Pfad?/nmbd -D und /?Pfad?/smbd -D starten.
FAQ:
Warum wird der Zugriff von einem Windows Client auf eine Samba Freigabe verweigert?
Links:
Samba / smb.conf / Samba How-To Collection
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